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Impressum

Die Wallfahrtskirche Maria Straßengel zählt zu den bedeutendsten Sakralbauten der Hochgotik in Österreich. Die Anfänge des Wallfahrtsortes und das Bestehen einer Kapelle gehen etwa in die Mitte des 12.Jahrhunderts zurück. Man nimmt an, dass in den Jahren 1157/58 eine Kapelle aus Holz errichtet wurde, in der ein vom Markgrafen Otakar III. gestiftetes Marienbild zur Verehrung ausgestellt wurde. Es wird auch vermutet, dass durch die wundertätigen Gnadenereignisse und die damit verbundenen gesteigerten religiösen Bedürfnisse die Kapelle im 13. Jahrhundert vergrößert bzw. in Stein neu erbaut wurde. Der Grundstein zum gotischen Neubau wurde vom Reiner Abt Hertwig von Emerberg am 8. Dezember 1346 gelegt. Unter Abt Seyfried von Waldstein kam es zur Fertigstellung der Kirche. Am 8. September 1355 wurde die Kirche durch Bischof Ulrich III. von Seckau geweiht. Die eigentliche Fertigstellung der Kirche erfolgte vermutlich 1366. Unter Abt Molitor wurde 1455 an der Nordseite der Kirche ein doppelgeschossiger Anbau mit Sakristei, Kapelle und Glockenturm errichtet. Kaiser Friedrich III. ließ um 1480 zu Verteidigungszwecken gegen die Türken die heute noch bestehende Ummauerung der Kirche anlegen. In der Barockzeit wurden ebenfalls nordseitig eine Annakapelle und eine neue Sakristei angebaut. Nach der unter Kaiser Josef II. im Jahre 1782 angeordneten Pfarregulierung wurde Straßengel zur Lokalkaplanei bestimmt. Als kurz danach deren Auflösung erfolgte, wurde die Sperrung der einstigen Wallfahrtskirche verfügt, am 29. Oktober deren Exekrierung durchgeführt und eine Demolierung erwogen. Der Abbruch konnte erst durch eine an den Kaiser gerichtete Petition der vier zum Kirchensprengel gehörigen Gemeinden und durch die vom Kaiser am 11. Jänner 1789 ausgestellte Resolution verhindert werden. Danach verblieb Maria Straßengel als eine Filiale der Gratweiner Pfarrkirche. Am 1. Jänner 1972 wurde die Wallfahrtskirche eine Expositur, und am 1.Juli 1984 wurden die Straßengler Pfarrgrenzen mit den Gemeindegrenzen von Gratwein und Judendorf-Straßengel übereinstimmt.